• Offener Brief - Die Akte Ricardo

    So, du armer armer Mann, dessen Ehe ich angeblich zerstört habe. Ich bin also das Luder, das dich von Frau und Kind weggezerrt hat um dir dann selber ein Kind anzuhängen.
    Ja, du wurdest durch mich wie Scheiße behandelt und vermutlich habe ich dich auch gegen deinen Willen hier in Deutschland festgehalten.

    Aber um es mal klarzustellen:
    DU hast MICH angesprochen an meinem letzten Urlaubstag.
    DU hast MICH angerufen, kaum dass ich 24 Stunden später wieder zu Hause war.
    Ja, ich hatte mich Hals über Kopf in dich verliebt. Du hast mir allerdings erzählt, du trennst dich gerade von deiner Frau und musst dein süßes kleines Kind bei ihr lassen. Bei IHR, der Geistesgestörten, mit der du damals so Mitleid hattest, sie plötzlich schwanger von dir war und du sie deswegen heiraten musstest. Ich hab dir natürlich geglaubt und dich bemitleidet, was du alles durchgemacht hast.
    Nun gut, ich hatte dir gesagt, dass wir ein Kind erwarten, hatte aber nicht erwartet, dass du bei uns bleibst. Das Kind hätte ich in jedem Fall bekommen - auch ohne dich. Es stand dir frei dich anders zu entscheiden.
    Aber Du hast dich für uns entschieden.
    Wir kämpften drei Jahre lang um unsere Beziehung. Naja genaugenommen kämpfte ICH 2,5 Jahre und du den Rest. Denn ich konnte irgendwann nicht mehr und das hat dich wohl wachgerüttelt, plötzlich war dein Stolz und deine Ehre in Gefahr. Es war doch so gemütlich sich in Deutschland um nichts kümmern zu müssen, soll doch das dumme Frauchen alles machen und dafür hält man sie am besten ganz klein. Das konntest du besonders gut. Blöd daherreden, alles besser wissen, mich zur Schnecke machen, weil -HEY!- du bist ja immerhin 10 Jahre älter als ich. Freunde hatten mich gewarnt, du tust mir nicht gut. Machten sich Sorgen weil ich gar nicht mehr lachte, einst mein Markenzeichen. Tja glücklich war ich in der Tat nicht mehr. Zumal ich mich mehrmals körperlich von dir bedrohen lassen musste. Eine Kopfnuss, weil ich auf deinen Vorwurf hin, ich hätte das dreckige Geschirr seit Tagen nicht gespült als Antwort entgegnete "I'M SICK" - weil ich elends erkältet war. KLAR das war ja auch eine eindeutige Bedrohung meinerseits! Also dafür eine Kopfnuss - vor den Augen unseres Sohnes!
    Ein anderes Mal hast du mich daran gehindert zurück in die Wohnung zu gehen. Mich energisch festgehalten im Treppenhaus unseres Wohnblocks. Ich habe da nichts mehr außer Hass gespürt! Seit dem Zeitpunkt warst du für mich gestorben! Das habe ich dich auch deutlich spüren lassen. Insofern: JA da habe ich dich scheiße behandelt, ähm, vielleicht weil du es da auch verdient hast?
    Wie auch immer - im November 2001 haben wir dich endlich in ein Flugzeug nach London gebucht. Da habe ich dir wirklich gern geholfen!
    Du hast bis zum Zeitpunkt des Abfluges an mich hingeredet, wie traurig du seist, dass ich uns keine Chance mehr geben würde. Ich sei deine Traumfrau und du könntest nicht verstehen, wie ich unserem Kind den Vater wegnehmen könne... Ja das ganze Blabla!
    Ich zog es jedoch vor, meinem Kind keine Gewalt vorzuleben, daher stand und stehe ich fest zu meiner Entscheidung, dich loszuwerden - lieber heute als morgen!
    Dass du weder Interesse an deinem Kind noch Pflichtgefühl zeigtest war mir sowas von klar! Es kamen in den ersten 6 Monaten nach unserer Trennung zwei oder drei Briefumschläge mit Pfund-Scheinen aus London. Ohne persönliche Zeilen - einfach so. Sollte das der Unterhalt fürs Kind sein? Aha. Einmal bist du noch nach München gekommen um mit Luca Schwimmen zu gehen. Danach bist du in der Versenkung verschwunden. Und vermisst hab ich dich kein bisschen!
    Irgendwann nach x Jahren hast du mir dann mal eine Mail geschrieben. Ob ich schon verheiratet wäre und ein Bild von Luca für dich hätte. Mehr als zwei Zeilen (ohne Inhalt) bringst du wohl nicht zustande!
    Was ich mit meinem Leben mache geht dich einen Dreck an und Luca hat dich nicht mehr zu interessieren. Er ist nicht mehr dein Sohn!
    Ganz so habe ich nicht geantwortet, ich blieb distanziert.
    Einige Monate später kriege ich wieder eine Mail von dir: "ich dachte es interessiert dich, dass luca jetzt einen kleinen bruder hat"
    Ja brennend! Armes Kind sag ich nur. Das erste was mir bei dieser Nachricht einfällt: Bei dieser Familie bleibt der auch nicht lange! Der ist jetzt mit 43 noch nicht mal halb so reif wie manch 18jähriger und eigentlich braucht der dringend eine Therapie!
    Für mich bist du sowieso ein abgeschlossener (hoffnungsloser!) Fall.

    Bis auf das, dass ich in einem Madeira-Forum von Paulinha lesen muss, ICH sei die Böse und du der arme arme Mann, dem ich so übel mitgespielt hätte.
    Ja ja ich bin schon echt schlimm!

    Ach weißt du Ricardo, du tust mir fast ein kleines bisschen leid - aber nur fast!
    Du wirst es nie lernen. What goes around comes around und ich wünsche dir Zeit deines Lebens einen steinigen Weg solange du nicht verstehst, dass es nichts bringt, sich selber immer nur das Mitleid anderer Leute zu erarbeiten und andere schlecht dastehen zu lassen.
    Von mir aus wirst du 100 Jahre alt bis du das lernst! Und lern endlich mit Kondomen umzugehen!

  • So das wars!

    Am Wochenende um meinen 33. Geburtstag herum war es nun soweit: das letzte von 3 Modulen des Regielehrgangs fand in Landsberg am Lech statt.

    Aber der Reihe nach:
    Mittwoch, 20.5.
    Ich nehme noch ganztägig an der Nachschulung zum Ersthelfer in meiner Firma teil. Spätnachmittags breche ich auf nach Landsberg am Lech, ein mir bis dato unbekanntes kleines Städtchen.Mit einiger Verzögerung aufgrund diverser Baustellen-Staus komme ich an und bin genau wie meine Kurskollegen erstaunt über die phänomenale Schlichtheit unserer Unterkunft. Es handelt sich hierbei um das Schullandheim des Agrarbildungszentrums. Ich fühle mich eher wie im Exerzitien-Seminar. Naja es ist halt einfach die Atmosphäre des Schullandheims die mich ein bisschen Heimweh haben lässt: Gemeinschaftswaschraum und -toiletten, tausendfach gestärkte und gemangelte Bettwäsche (natürlich zum Selbst-Beziehen) und und und. Vielleicht bin ich auch einfach nur verwöhnt ?!
    Abends geht es ins Nonnenbräu, einer "Wirtschaft" die Ende Juni aus privaten Gründen schließt, wir frotzeln schon, dass bis dahin wohl nur Reste serviert werden *hähä*. Jedoch: Meine Spaghetti Napoli mit Extra Kräutersahne schmecken vorzüglich!!
    Ich schlafe sehr schlecht und fühle mich am nächsten Tag entsprechend gerädert.

    Donnerstag, 21.5.
    Der Tag fängt workshopgemäß mit Auflockerungsübungen an. Dann überlegen wir gemeinsam, wie wir das Thema "Komik & Humor" am besten angehen. Jochen, unser Referent hat sich natürlich schon einige Gedanken gemacht und schlägt vor, dass wir uns mit einem Auszug aus dem Stück "Besuch bei
    Katt und Fredda" beschäftigen. Diese "Aufgabe" zieht sich bis Freitag wo wir uns gegenseitig die Szene vorführen.
    Mittendurch arbeiten wir mit unterschiedlichen Szenarien die man mittels Raumnutzung ins komische ziehen kann. Wiederholt üben wir in zwei Gruppen (1x4 und 1x5 Personen) den Auftritt eines Chores, Aufstellung und Warten bis der Dirigent kommt. Einmal auf großer "Bühne" - also mit weiten Abständen und möglichst synchron - und einmal ganz ganz eng und klein. Es stehen dann auf weiter Flur fünf bzw. vier Personen auf kleinstem Raum gedrängt - als kleine Hilfe nehmen wir hier eine Doppelseite der Zeitung... Steigerung der Übung: einer der jeweils hinteren "Chormitglieder" versucht sich langsam aber konsequent in den Vordergrund zu drängen. Das geht solange bis jeder mal vorne war. Die ganze Aktion sollte natürlich so selbstverständlich wie möglich passieren - eben ohne eine Miene zu verziehen. Das erfordert wirklich sehr viel Konzentration. Darin liegt nun aber die Kunst der Komik: die Selbstverständlichkeit und der Ernst im Tun aller Dinge, damit der Zuschauer Tränen lacht.
    Mittags und abends geht es zum weltbesten Italiener (Trattoria Italiana). Die folgenden Tage wird der Kellner dort unser bester Freund :)

    Freitag, 22.5.
    Details unserer Workshop Inhalte muss ich irgendwie von den anderen (mitschreibenden) Teilnehmern erfragen. Die Szenen aus "Katt und Fredda" sind unterschiedlichst angelegt aber jede für sich ist sehr interessant. Grundsätzlich geht es um die Idee der Inszenierung. Zudem es schwierig ist, bei einem Kurs für Spielleiter in Gruppenarbeit jeweils EINEN zum Regisseur und je nach Gruppenstärke zwei oder drei zu Spielern zu machen. Es bringt sich doch immer wieder jede Einzelne mit seiner Meinung ein und das gibt nunmal des Öfteren kleine Unstimmigkeiten. Da wir uns aber inzwischen das 3. Jahr zu diesem Kurs treffen, können wir miteinander recht gut umgehen und Jochens behutsame Art uns Inhalte und "Werkzeuge" der Regiearbeit nahezubringen holen uns auch meistens wieder auf den eigentlichen (Nähr-)Boden zurück.
    Wir beschließen spontan, am Abend die Premiere von "Zurück zum Happy End" des Theaters in der Au e.V. zu kucken und pilgern um 17h45 los Richtung München. Es ist ein voller Erfolg. Wir lachen bis uns die Bäuche wehtun und ich freue mir ein Loch in den Bauch für meine Bühnenkollegen, deren Können und Spielfreude der Erfolg des Stückes (bzw. natürlich erstmal der Premiere) zu verdanken ist. Spätabends gehts zurück nach "Hause" - naja ins Schullandheim ...
    Mitternacht werde ich hochgelebt und kriege sogar zwei Ständchen (einmal von den Seminarkollegen und einmal von meinen Männern über Handy-Mailbox - sehr putzig!)Ins Bett geh ich (alkoholfrei!) erst um 1h15... was ich am nächsten Morgen sehr bereue ... die späte Zeit - nicht was das alkoholfrei betrifft!

    Samstag, 23.5.
    Ja nun bin ich 33 - es tut nicht weh und außerdem rechne ich sowieso nur in Quersumme - ich werde also 6! Allerdings: mich dreht's total! Ich hab zu wenig Schlaf mitgekriegt und das schlägt sich bei mir mit Schwindelgefühl nieder. Echt ungangenehm! Gottseidank legt sich das mittags.
    Workshopinhalt ist vormittags die Aufführungsanalyse vom Vorabend. Wir fahren zusammen, auf was man bei einer Aufführung achten kann - da kommt einiges zusammen. Ich bin froh, dass wir von Jochen eine klasse Zusammenfassung bekommen. Es macht aber Spaß, das mit den anderen Teilnehmern auseinander zu klamüsern und die verschiedensten Gedankengänge zu erfahren.
    Mittagessen gibts beim Italiener wieder das Große Fressen und danach geht es zum Eis-Schlabbern runter an den Lech. Landsberg ist ein wirklich schönes Städtchen und ich freu mich schon auf einen Familienausflug dorthin! Direkt am Lech findet ein Mittagskonzert statt. Ich bekomme von Sepp eine Kugel Nougateis spendiert - zum Geburtstag :)
    Nachmittags 'kümmern' wir uns um den "eingebildeten Kranken" von Moliére. Wir nehmen uns die Eingangsszenen (1. und 2. Auftritt) vor, wo Argan erstmal seinem Leiden und seiner Leidenschaft nachgeht (Arzt-/Apothekerrechnungen prüfen / Klistiere nachspüren / Todesangst leiden, weil niemand da ist) sowie Auftritt von Toinette, der Bediensteten, die Argan reichlich Kontra gibt. Wieder geht es in Gruppenarbeit (ein Regisseur / zwei Akteure) darum, die Szene zu erarbeiten und in die Darstellung zu bringen. Die Körperlichkeit spielt gerade bei dem vermeintlich schwerkranken Argan ja eine große Rolle! Die Inszenierungen sind so unterschiedlich wie die Gruppenkonstellationen.
    Abends geht es (wohin wohl??) zum Italiener! Mein Nachtisch nach der leckeren Lasagne beim Italiener ist mit einer bitzelnden Wunderkerze gespickt, was Susanne, einer meiner Seminarkollegen heimlich beim Kellner beauftragt hatte (DANKE an dieser Stelle!). Obwohl ich mir vorgenommen hatte, früher ins Bett zu gehen, lümmle ich nun doch bis abends um 22h15 mit den anderen durch Landsberg. Brav um halb 11 ins Bett geschlüpft und anderntags hab ich auch keine Probleme mehr mit Schwindelattacken...

    Sonntag, 24.5.
    Wir fangen den Tag mit lustigen Übungen an, wie sie wohl jede Theatergruppe kennt: Man geht locker und gelöst durch den Raum. Es werden verschiedene Dinge vorgegeben, z.B.: Dein rechter Ellenbogen bestimmt nun wo es langgeht, dann Dein Popo, dann Deine Nase usw. davon gibt es ja auch unzählige Variationen...
    Eine der nächsten Übungen ist wieder eine Gruppenübung. Aufgeteilt auf zwei Gruppen mit je einem "Modelliermännchen" versuchen wir nun selbiges in drei verschiedene Gefühle zu formen. WUT, LIST und SCHEISSFREUNDLICH. Es kommen fabelhafte "Statuen" heraus und wir lachen Tränen!
    Diese Gebilde helfen uns allerdings bei der Abschlussübung: Den Eingangsmonolog von Argan umzusetzen. Ich spiele den Argan auch einmal und komme zu dem Schluss, dass ich diese Rolle irgendwann mal wirklich auf der Bühne spielen möchte :)
    Zwischendurch hält Jochen mit jedem Einzelnen ein kurzes Gespräch über die vergangenen 3 Jahre und gibt dem einen oder anderen Tipps für künftige Regiearbeiten. Ich fühle mich gestärkt in meinem Tun und freue mich, dass ich so positives Feedback von ihm bekomme. Wir beschließen das Seminar um halb eins und die meisten lassen sich noch mal zum Mittagessen beim Italiener nieder. Kleines Abschiedsessen sozusagen.
    Um halb drei gehts für mich dann auch nach Hause.
    Nun geht es also in den nächsten Wochen und Monaten für mich darum, das Gelernte / Erarbeitete in meiner Regiearbeit umzusetzen.
    Erfolg bzw. auch Misserfolg werde ich dann zeitnah erläutern...

    Es grüßt
    das Veilchen

  • Mission everything's possible

    Projekt: Umzug meiner Freundin Cat

    Projekt läuft an am Freitag Abend.
    Mein Schreinermann und ich fahren zu IKEA um die von Cat bestellten Möbel zu holen. An der Warenausgabe warten wir länger als wir für das Einzelteile-Einsammeln aus den Regalen 21/01, 21/03, 16/07, 68/01 benötigen. "7+1" ist das Motto der Warenausgabe. 1 Minute um "erfasst" zu werden und die Leute hinten im Lager zu beauftragen - 7 Minuten kriegen eben jene um die Teile zusammenzusuchen. Macht also in Summe (gutgemeinte) 8 Minuten Wartezeit. In unserem Fall trifft eher "8+30" zu. Wir warten knappe 40 Minuten mit knurrenden Mägen und sind entsprechend murrig. Aber gut. Endlich haben wir alles beieinander und fahren nach Hause um sogleich den Junior zu meinen Eltern zu fahren - Unterschlupf bis Sonntag Nachmittag - das Wochenende wird lang!

    Samstag, 05h30:
    der Wecker reißt uns aus dem Schlaf, wir packen unser Survival-Bag (Wechselwäsche + Zahnputzzeug + Duschgel) und düsen auch schon Richtung WÜ. Bei Greding natürlich Zwischenstopp um uns das leckere, nahrhafte Frühstück beim Mäc einzuverleiben. Leider hat man dort vergessen / übersehen / ignoriert, dass zu Beginn der Osterferien die halbe Nation Richtung Süden unterwegs ist und SEHR WAHRSCHEINLICH einen Schnellimbiss ansteuert! Wir warten auch hier geschlagene 20 Minuten bis wir überhaupt was ordern können - bei geschätzten 30 Kunden sind zwei Kassen offen :crazy: nun gut - ich warte nach Bezahlen unserer Bestellung nochmal ca. 8 Minuten auf meine SweetMcGriddles - die sind gottseidank noch warm, ich weiß nicht, was ich denen sonst erzählt hätte... Wir haben uns gestärkt und weiter gehts. Ich schaffe während der Fahrschicht meines Mannes die Hälfte des Buches "Mieses Karma" und übernehme dann für die letzten 150 km das Lenkrad. Wir kommen um halb 10 bei Cat an und laden gleich mal ihre Habseligkeiten (auf viele Kartons und Kistchen verteilt) in den Transporter. Los gehts in die neue Wohnung und die Kartonagen und Plastikkästen in den dritten Stock (ohne Aufzug natürlich) gewuchtet. Es geht gleich wieder zurück in die alte Wohnung - dort warten auch schon die zwei bestellten Freundinnen. Wir laden den zerlegten Pax und diverse andere Möbel-Einzelteile in den Transporter und schon geht es erneut zur neuen Wohnung. Nun wird zunehmend über die Schwere der Möbelteile, die Enge des Treppenhauses und den fehlenden Aufzug geflucht. ABer Cat hat vorsorglich Kuchen besorgt und so gibt es nach getaner Hochschlepp-Arbeit Kaffee und Käse- bzw. Erdbeerkuchen. *jammjamm* Jetzt sind wir hochmotiviert und bauen gleich mal Pax und Malm auf. Mit unserem Holzmeister klappt alles wunderbar und richtig flott. Mein neuer Freund ist der Akkubohrer mit dem ich im Pax sämtliche Regalbodenzapfen festschraube. Was für ein Spaß und ich komme mir so patent vor :p
    Gegen 16h00 brechen der Holzmeister, Cat und ich auf um verschiedene Sachen aus der alten Wohnung in den elternhäuslichen Keller von Cat zu bringen. Vom Cat-Paps werden wir mit warmen Leberkässemmeln verpflegt. Leider ist die Cat-Mama norotechnisch in Quarantäne (Gute Besserung an dieser Stelle!) Frisch gestärkt geht es zurück in die neue Wohnung um die letzten Reste auszuladen. Dann ist unser "Hilfsdienst" bei Cat zu Ende und wir fahren zu unserem Hotel. Duschen und ein bissl rumgammeln auf dem Queen-Size-Bett :zz:
    Um 20h30 treffen wir Cat und sie lädt uns in die "Alte Mainmühle" ein. Vorzügliches Essen für "ein'n Arsch voll Geld" - aber doch jeden Cent wert! DANKE CAT!
    Wir bleiben ziemlich lang sitzen und quatschen über Gott und die Welt. Gegen halb 11 (oder so?) geht's zurück zum Hotel und Holzmeister und das Veilchen ratzen kurz darauf tief und fest auf den wunderbar harten Matratzen (das mein ich wirklich so... nichts ist schlimmer als diese Pseude-Hängematten, butterweiche Matratzen - da meckert der Rücken!!)

    Sonntag, 07h45: ich wache halb auf, weil mein Mann mir seinen komischen Traum erzählt, schlafe aber gleich wieder ein.
    08h30: ich wache schon wieder halb auf, weil mein Mann mir beim Schnarchen zuschaut |-|
    10h00: ich wache endgültig auf und wir machen uns bereit - anziehen, packen, auschecken. Wir treffen uns mit Cat zu einem ausgedehnten Frühstück in einem netten Café. Dass es bei einem Frühstück für 2 Personen nur EIN Glas Prosecco und EIN Glas O-Saft gibt ist schon irgendwie komisch. Dass es keine Plastiklöffel für das weichgekochte Ei gibt finde ich eine Frechheit! Ich mag mein Ei nicht mit dem Metall-Kaffeelöffel essen. Das muss ich auch gar nicht, denn so weichgekocht ist mein Ei, dass ich es locker mit der Hand halten und in das Eigelb reinbeißen kann - muss also ca. 10 Minuten gekocht haben. Über das hinwegsehend können wir das Frühstück sehr genießen und stellen fest, dass es trotz der körperlichen Anstrengung ein super schönes Wochenende war!

    Um 16h00 kommen wir daheim an - ich habe das Buch inzwischen ausgelesen und zum Schluss tatsächlich heulen müssen!

    Wir werden recht bald wieder mal nach WÜ kommen und dann wollen wir nachschauen, ob Cats Wohnung fertig eingerichtet ist :wave:

    Veilchen grüßt

  • Goodbye Luzi!

    Meine kleine Luzi,

    mein lieber kleiner Citroen C3 in luziablau, heißgeliebte Luzi - Du hast mich 5 1/2 Jahre treu begleitet, hast mich an den Lago Maggiore und wieder nach Hause gebracht, unseren Berlin-Trip brav gemeistert, mich zur Wohnungseinweihungsfeier meiner Würzburger Mädels begleitet. Bis auf ein paar Aussetzer (ich darf Dich erinnern: 2 x Problem mit der Gangschaltung, einmal mitten in der Pampa nur noch im 2. Gang fahren können ist nicht lustig! Zu Weihnachten eine neue Lichtmaschine und 4 Wochen später Einspritzventil kaputt!) warst Du immer brav und treu MEINE kleine Luzi.

    Auch wenn ich nicht immer so lieb war zu Dir, manch Randstein hat Deine Radzierkappe etwas grob berührt, gesaugt hab ich auch nicht oft *schäm* aber die Fahrten durch die Waschanlage habe ich sehr gemocht!

    Dies ist mein letzter Gruß an Dich! Ich bin ein bisschen traurig, dass ich Dich nun in fremde Hände geben muss. Und ja, ich habe heute ein kleines Tränchen wegblinzeln müssen, als ich Dich so leergeräumt und ohne Nummernschilder in der Bewertungshalle stehen sah. Ich konnte mich nicht "richtig" von Dir verabschieden, das wäre wohl auch zu kitschig geworden...

    Du wirst mir fehlen! Mach es gut und ich hoffe, Dein nächster Besitzer hat Dich genauso lieb wie ich!!

    Bye Bye!

    Luzi seite

  • Wer zum Teufel ist Erich Le Schönn??

    Keine Ahnung wie man den Herrn schreibt, aber der redet montags, mittwochs und freitags kurz vor 08h00 auf Klassikradio ganz klug daher, dass man seine Fehler machen soll, denn nur wer Entscheidungen trifft und "Fehlentscheidungen" wagt, macht auch Fehler und kann daraus lernen und sich weiterentwickeln.

    Ich find's ja schön, dass sich jemand die Mühe macht, den geneigten Hörer darauf hin zuweisen, dass man nur mit offenem Herzen (bildlich gesprochen) anderen Menschen begegnen kann und soll, um sich selber gut zu fühlen.

    Aber WER zum Henker IST denn eigentlich dieser Erich??? Sachdienliche Hinweise können gern in einem Kommentar hier abgegeben werden!

    An und für sich habe ich nichts gegen diese Kolumne, aber BITTE lieber Erich, lass endlich diesen saudämlichen Satz am Schluss weg:

    "...denn Sie wissen ja:..."

    Damit machst Du alles schön Gesagte wieder zunichte! Zumindest bei mir!
    Denn Du weißt ja: wenn Du nicht still bist, schalt ich das Radio aus

    Herzlichst
    das Veilchen

  • Bauerntrampel!

    Sorry Leute, aber ich muss das Kind echt beim Namen nennen. Ich habe an sich wirklich ÜBERHAUPT nichts gegen die Agrarökonome dieses Landes - ja gar dieser Welt! Aber der Fortschritt verlangt doch auch eine gewisse Geschäftsmäßigkeit im Umgang mit anderen Leuten - und falls der Fortschritt es nicht verlang: ICH tue es!

    Ich rufe für meinen Mann beim Kunden H. an um diesen über die circa-Ankunftszeit zu informieren. Kunde H. (ich wurde bereits vorgewarnt, dass das ein ziemlicher [zensur] ist) hebt also ab und meldet sich mit einem fleischigen "JA?!" - Da vergehts mir gleich beim ersten Atemzug!
    Ich frage zuallererst: "Guten Morgen, spreche ich mit Herrn H.???"
    Er: "Ja"
    Ich: "Mein Name ist Sowieso, ich bin die Frau vom Schreiner, der heute bei Ihnen die Montage macht. Ich möchte Sie nur informieren, dass er gegen 09h30 kommt"
    Er: "hmpf"
    Ich (werte das als Informationsaufnahme): "Schönen Tag noch"

    - Thema abgehakt -

    Gerade kommt mein Mann von dieser Montage zurück, stinkt wie ein Räuchermännchen, weil Herr und Frau H. (BEIDE der Inbegriff von ländlicher Hirnlosigkeit) mit Fluppe in den Bratzen den beiden Schreinern bei der Arbeit zuschauen. Zwei Töchter (10 und 8) - das eine potthässlich, das andere bildhübsch - sitzen auch dabei und müssen sich durch die elterliche Hand zuqualmen lassen. Traurig sowas!

    Wie ich schon sagte: Ich achte den Berufsstand des Landwirts und jeder soll so tun, wie er's für richtig hält - aber wenigstens mit EINEM Funken Anstand und Respekt?? Ist das zuviel verlangt?

    Ich finde nicht!
    Veilchen

  • Der große Tag: 18.10.2008 - Unsere kirchliche Trauung

    Freitag Abend noch die letzten Handgriffe – die Hochzeitsmandel-Kartonagen beschriften, Sitzordnung auskaspern, alles ausdrucken. Deko-Ass Sylvia braucht noch Fotos von uns dreien *stöhn* Es ist schon 23h00 und ich wollte doch schon längst geduscht und entspannt im Bett liegen. Tatsächlich liege ich erst um halb eins in der Waagrechten und lese noch ein paar Zeilen. Wecker gestellt? Jo! Ich schlafe wie ein Stein, als sich mein Mann auch endlich um eins in die Koje haut.
    Samstag, 18.10.: Halb sieben und ich könnte noch stundenlang weiterrüsseln. Aber um halb acht treffe ich Sylvia (das Deko-Genie!) unten in der Tiefgarage und es geht gemeinsam zum Aufstylen. Wir liegen weit vor dem Zeitplan und sind statt um 11 bereits um 10h15 fertig! Sylvia fährt mich vorsichtig mit meinem Auto nach Hause und muss mich dann meinem Schicksal überlassen. Sie muss ja noch soviel vorbereiten. Um halb 12 erwarte ich meine Trauzeugin und ihre Freundin zum fröhlichen „Steck-die-Braut-ins-Kleid-Happening. Um punkt halb 12 der Anruf: „Tut uns schrecklich leid, aber wir stehen im Stau – es wird wohl 20 Min. später!“ Hahaha! Ich bin die Ruhe selbst, die Braut darf sich schließlich verspäten! Zwischendrin smse ich meinem Schatz dass er bitte um Himmelswillen an die Blumen denkt...
    Um 10 vor 12 habe ich wieder Bianca, die Freundin meiner Trauzeugin am Ohr. Sie hat die Fürbitten zu Hause liegen lassen und bittet um einen Ausdruck eben dieser ... Sie wären in 10 Minuten bei mir. Gut – ich sitze ja schon in Corsage, Strümpfen, Strumpfband und heißem Höschen im Bademantel eingehüllt und warte auf den Einstieg ins Kleid. Um mich abzulenken spiele ich ein bisschen Mah jongg auf dem Computer. Damit das Anziehen dann schnell gehen kann, steige ich nun einfach schon mal alleine ein und knöpfe und hake zu, was ich allerdings alleine nicht so gut hinkriege – eh klar... Halb fertig wandle ich also zwischen Schlafzimmerspiegel und Fenster zur Straße hin und her und checke die Lage. Plötzlich fährt der Mercede* Adenauer vor. SUPER! Kurz drauf klingelt das Telefon und der Fahrer ist dran. Ich sage ihm, dass ich als unfertige Braut allein daheim bin und auf mein Gefolge samt Bräutigam warte, er möchte sich bitte ein wenig gedulden. Ich bin immer noch nicht nervös! Endlich klingelt es an der Tür und meine Mädels sind da. Sie sind baff von meiner Erscheinung und vollenden das Gesamtkunstwerk. Nur kurze Zeit später kommt mein Mann dann um mich oben in der Wohnung abzuholen. Wilma und Bianca öffnen die Haustür und im Flur stehen wir uns das erste Mal gegenüber. Wir staunen uns beide mit offenen Mündern an. Er sieht umwerfend aus und sagt mir 100 mal wie toll ich aussehe und wie doll er sich freut.
    Er übergibt mir den wunderschönen Brautstrauß:
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    Doch dann der SCHOCK: An seinem edlen Cut ist prompt ein Knopf abgegangen. Ich gehe in aller Ruhe das Nähkästchen holen, Wilma näht den Knopf an, denn ich kann das nicht (räusper) So es sind alle fertig und wir machen uns auf den Weg zum Auto. Der Chauffeur empfängt uns formvollendet, man hilft mir galant in den Wagen und nachdem auch mein Schatz neben mir in die butterweichen Sitze sinkt geht es los Richtung Weihenstephaner Gärten. Unser Fotograf Alex ist bereits in unserem Brautauto vorn dabei. In den Gärten machen wir allerhand Fotos und haben mächtig Spaß dabei. Das Wetter ist phantastisch, im Schatten allerdings sehr frostig. Um 14h00 geht es dann zur Kirche.
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    Es sind schon ein Haufen Leute da und als ich meine Mama mit meiner Oma (85 und gesundheitlich sehr angeschlagen) sehe und beiden das Wasser in den Augen blitzt, muss ich auch schnell ein paar Tränen vergießen. Es sind so viele liebe Leute da und unser Zeremonienmeister scheucht sie ziemlich schnell in die Kirche. Mein Papa und ich warten auf den Einsatz des Chors. Dann geht alles wirklich wie im Traum. Mein Lieblingslied ertönt in einer wunderschönen Weise und ich schaue nur noch auf meinen Süßen.
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    Dem schimmern die Augen verdächtig und er muss sich sehr zusammen nehmen, nicht wirklich loszuweinen. An Paps Seite geht es also zum Altar
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    und dann stehe ich neben meinem Traummann. Wir setzen uns auf dem erhöhten Altarraum auf unsere Bänke. Um es kurz zu machen: Die Messe ist wunderwunderschön. Unser Pfarrer total lieb und mein Chor schafft es ein paar Mal mich an den Rand der Niagarafälle treiben zu lassen. Einmal fast mit Erfolg bei den Irischen Segenswünschen, das kann ich nur noch dadurch abwenden, indem ich selbst mitsinge! Aber da hauts auch bei meinem Süßen den Stöpsel raus... Unser Auszug „I will follow him“ geht gegen Ende leider unter, denn vor der Kirche erwartet uns der dezente Klang unseres Spielmannszuges.
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    Wir dürfen gemeinsam dirigieren und danach nehmen wir alle Gratulationen entgegen. Ohne dass wir es mitbekommen, wird vereinbart, dass wir im Adenauer von der Kirche bis zur Location von den Schlosspfeiffern eskortiert werden. „Naufgspuit“ werden wir also im Schritttempo von der Freisinger Innenstadt bis zum Restaurant. Absolutes Highlight... wir STEHEN im Adenauer, dessen Faltdach offen ist und werden von den Passanten jubelnd begrüßt – die denken sich wahrscheinlich: „boah, welche Promis sind DAS denn, wenn die mit so einer Karre und mit dem lauten Geleit durch die Stadt ziehen“ Wir haben nur noch Dauergrinsen im Gesicht! Unser Chauffeur ist auch schwer beeindruckt von dem Aufmarsch.
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    Vor der Location angekommen werden wir noch mal von den Pfeiffern bespielt und kriegen von unserer Marketenderin jeder a Schnapserl. Es folgen Glückwünsche von allen Pfeifferkollegen und es gibt einen Sektempfang.
    Nachdem erst wir und dann alle anderen die absolut geniale Deko von Sylvia bewundert haben, geht es ans Kuchen-Schneiden. KEINER hat die Hand oben, ich habe darauf geachtet, dass wir einander seitlich die Hände halten. Ich habe ihn aber ‚führen’ lassen...
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    Mein Herr Schwieger, seines Zeichens gelernter Konditormeister erlöst uns dann von der Aufgabe der Kuchenverteilung übernimmt das selbst. Echt total nett! Dann kommt die erste Aufgabe: Baumstammsägen. Es wird uns ein feuchter, viel zu kurzer Baumstamm vorgelegt – man will meinen Schatz absichtlich vorführen, da er als Schreinermeister das doch eigentlich schaffen müsste! Das Mistding lässt sich ums Verrecken nicht zersägen und so holt man ein dürres Ästlein. Das ist natürlich im Nu durch!
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    Zweite Aufgabe: Luftballons, die an einer Spanplatte befestigt sind mit Dartpfeilen zerschießen und freilegen, was sie verdecken. Auf der Spanplatte ist ein großes Lebkuchenherz aufgemalt mit unseren Namen und unserem Datum drauf. Ein echtes Kunstwerk. Stefan, unser Tambourmajor meint dann, dass wir uns das Teil gerne in der Wohnung aufhängen können oder aber, wenn wir das lieber hätten, ein echtes Lebkuchenherz zum Naschen teilen können. Auf dieses Stichwort kommt unsere ‚Jugendbetreuerin’ mit ihren beiden Töchtern und sie halten in der Hand ein riesengroßes Lebkuchenherz mit genau derselben Beschriftung und unzähligen zu Fächern gefalteten Geldscheinen am Schnürl befestigt. Das hängen sie uns gemeinsam um und mir bleibt die Sprache weg und ich habe schon wieder Tränen in den Augen.
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    Nun geht es aber wieder rein, draußen ist es echt zapfig. Schatz und ich halten eine kurze Rede, bedanken uns bei unseren wichtigen Personen und ER darf dann die zweitwichtigsten Wörter des Tages sagen: Das Buffet ist eröffnet. Ich muss mich hier echt kurzfassen: Es ist ein wunderschöner Abend mit köstlichsten Speisen und super Stimmung. Jeder ist begeistert von der Organisation, dem Restaurant, dem DJ, der Deko, einfach allem!!! Wir kriegen es hunderte Male von unseren Gästen gesagt. Der Fotograf sagt es mir beim Abschied auch noch mal, dass er schon viele Hochzeiten miterlebt hat, aber diese sei mit Abstand die Beste. Wir dürfen einige Spielchen spielen und meistern alles mit Bravour, unter anderem stellen wir die Kurzfassung der Balkonszene aus Romeo und Julia nach. Auf die Fotos bin ich echt gespannt! Unser Eröffnungswalzer ist gigantisch und alle schnüffeln ihre Tränen weg. Mitternacht: Schatz’ Geburtstag! Es geht um kurz vor 12 los mit „Happy Birthday“ von Stevie Wonder (?!) und Punkt 12 bekomme ich vom DJ den Mikroständer hingestellt und hauche mein „Happy Birthday“ a la Marilyn Monroe einst ihrem JFK ins Mikro. Allerdings singe ich statt „Mr. President“ MEIN EHEMANN... Ihm wird total anders und er hat nicht zum letzten Mal total feuchte Augen. Wir tanzen zu einigen der wirklich toll aufgelegten Lieder und zu den vom DJ selbstgesungenen Songs. Ab und zu müssen wir beide fast heulen, wenn wir uns tief in die Augen schauen. Es ist einfach nur wunderwunderschön! Nach und nach verabschieden sich alle und zum Schluss sind wir noch 7 Leute, die wir die Geschenke ins Auto unseres Zeremonienmeisters verräumen und endlich gegen halb 3 nach Hause fahren. Abschied nehmen vom Tag durch das Ausziehen und in meinem Fall das Aufspüren und Entfernen der 1001 Haarklammern. Wir schauen noch neugierig ein paar der Glückwunschkarten an und sind sprachlos ob der vielen lieben Worte und ungezählter Geldscheine. Unsere Hochzeitsnacht macht ihrem Namen alle Ehre (knick knack) und um halb vier sinken wir überglücklich und überwältigt in die Kissen.

    Frau Veilchen grüßt überglücklich!
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  • Standesamtliche Trauung 10.10.08 und Familienflitterwochenende in Hamburg!

    Um 08h30 treffen unsere Trauzeugen ein. Die Weißwürscht ziehen schon munter vor sich hin und von Aufregung irgendwie noch gar keine Spur. Ich hab mich schon in mein Dirndl geschmissen, dessen Rückenreissverschluss mir Andi, sein Trauzeuge noch dezent zumacht. Das Weißwurscht-Frühstück verläuft richtig locker und fröhlich. Unsere Trauzeugen verstehen sich auf Anhieb. Irgendwie fühlen wir uns alle, als würden wir lediglich einen kleinen Ausflug zu fünft unternehmen.
    Am Vorabend haben wir noch mit Schrecken festgestellt, dass Juniors Kinderreisepass im Juli abgelaufen ist. Demnach brechen wir frühzeitig auf, um uns vor dem Standeamttermin noch im Bürgerbüro zu erkundigen, ob das irgendwelche Probleme ergibt. Fr. M.-St. kann uns nach einem Telefonat mit dem BGS beruhigen: Kinder unter 16 Jahren haben innerhalb Deutschlands keine Ausweispflicht. Puuuh! Es ist halb 11 und ich bestehe auf einen kleinen Brautstrauß. Mein Schatz weigert sich jedoch und da es zeigt sich, wie lieb unsere Trauzeugen sind: sie legen zusammen und kaufen mir im nächsten Blumenladen einen Strauß. Wie es der Zufall will, hat die Blumenfee gerade in dem Moment einen total schönen Strauß für die Auslage gebunden. DIESER muss es sein:
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    Um 10h50 stehen wir vor dem putzigen Freisinger Standsamt und warten, bis das Paar vor uns endlich fertig ist. Dann sind wir endlich dran. Unser Standesbeamte ist ein flotter Typ, der so richtig super drauf ist. Wir klären die Personalien. Andi ist Klavierlehrer und Wilma, meine TZ und ich verstehen beide (!) „Krimineller“ was natürlich großes Gelächter auslöst. Dann werden wir ins Trauzimmer gebeten. In schöner, entspannter Atmosphäre des romantisch eingerichteten Raumes beginnt der Standesbeamte mit der Trauung. Er „erinnert“ uns daran, warum wir die Ehe eingehen wollen, liest 2 wunderschöne Gedichte vor. Ich spüre von Anfang an Tränen in den Augenwinkeln, kann sie aber noch erfolgreich wegzwinkern. Es folgt die Befragung und Bestätigung mit JA, ein schöner „Sie-dürfen-die-Braut-küssen-Kuss, den wir fürs Foto gerne noch mal wiederholen:
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    Dann folgen erst unsere Unterschriften dann die der Trauzeugen. Eigentlich sind wir ja jetzt fertig. Der Standesbeamte sprach eingangs von ‚gemeinsamer Zeit’, die wolle er uns nun schenken. 3 Minuten schenkt er uns, in denen wir über unsere Liebe, unseren gemeinsamen Weg und wie wir fortan miteinander leben werden nachdenken dürfen. Dann schaltet er einen CD-Player an und Reinhard Fendrich singt in einer unplugged-Version „Weils’d a Herz hast wie a Bergwerk“ und da ist es vorbei: mir laufen heiße Tränen herunter und der Standesbeamte schiebt mir dezent ein Taschentuch hin. Diese drei Minuten sitzen wir zu dritt zusammen – mein Sohn schmiegt sich ganz fest an mich und ich halte meine Männer fest im Arm. Meiner Trauzeugin laufen die Tränen auch ohne Ende die Wangen runter. Diese Minuten sind sooo wunderschön!!!
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    Meine Dirndlschürzen-Schleife muss noch umgebunden werden:
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    Unsere Trauzeugen gehen vor uns raus und schießen gleich das erste Foto von uns als frischvermähltem Paar:
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    Es geht zurück nach Hause, wo wir mit Prosecco-Mangolimes-Gemisch anstoßen. Schatz packt rasch unsere Reisetasche und in Wilmas Auto geht es zum Flughafen. Herzliche Verabschiedung und schon sitzen wir – mit einiger Verspätung – im Flieger nach Hamburg. Dort entschließen wir uns spontan, einen Mietwagen mit Navi zu nehmen – kluge Entscheidung. Das S*fitel (*o) am Alten Wall ist gigantisch und liegt super zentral. Der erste Gang durch Hamburgs City führt uns geradewegs in die Klamottenläden. Aber nicht wegen mir! Schatz braucht dringend neue Hosen! Im Anson’* (*s) werden wir fündig und gehen danach ins Hotel zurück. Die letzte Aktion an unserem ersten ‚verheirateten’ Abend: WANTED im Kino kucken. Vorher trinken wir noch einen Cocktail im Cup & Cino in den Colonaden. Da ist heute Salsa-Abend! Am nächsten Morgen geht es erst mal ordentlich schmausen. Das Frühstück ist phänomenal. Dann geht’s noch mal shoppen – Schatz ist auf den Geschmack gekommen und möchte nun T-Shirts kaufen! Er ist fast schlimmer als ein Mädchen! Nach einem kleinen Zwischenstop im Hotel geht es nun zu den Landungsbrücken – die Fähre zur Theaterinsel geht alle 10 Minuten. Um 15h00 startet das Musical „Der König der Löwen“ und ich habe irre oft feuchte Augen – so unbeschreiblich schön ist es! Nach der Rückkehr ins Hotel geht es dort ins Seagull Spa, wo wir schwimmen gehen und Schatz und ich uns eine Massage gönnen. Ich werde so durchgeknetet, dass es mir vorkommt als trampeln die Elefantenherden aus dem Musical über jeden einzelnen Muskelstrang! Schatz geht es genauso. Zum Abendessen geht es ins Dolce Vi*o (*n). Sonntag Morgen und unsere Rücken tun selbst bei zartem Streicheln sakrisch weh. Um 10h30 geht’s ins Miniatur-Wunderland. Wir haben zwar Vorzugseintrittskarten, aber der Andrang ist natürlich enorm und so muss man viiiel Geduld aufbringen um überall was sehen zu können. Aber es hat sich echt rentiert. Vor dem Abflug besuchen wir noch Schatz' 5-Ecken-Tante namens Wiltrud. Sie ist sooo nett und lieb und erzählt viel und interessiert sich sehr für uns! Sie wünscht uns noch alles Gute und so machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Auto abgeben, Einchecken, Rückflug nach München fast planmäßig. Meine Eltern holen uns ab und bringen uns nach Hause...
    Abends erwarten wir noch unser Essen auf Rädern (Pizza-Bringdienst) und lassen das Erlebte auf uns wirken!!

    Unser Fazit:
    Schöner kann man nicht in die Ehe starten!

    Veilchen grüßt!

  • Aloisia - eine Münchnerin im 7. Himmel

    Bericht über meinen ersten und letzten Junggesellinnen Abschied!

    04-10-2008 / 15h30

    Ich halte mich auf Anweisung meiner JGA-Agentin auf Abruf. Irgendwann zwischen halb 4 und halb 5 soll ich mich bereit halten - "bis sich mir Zeichen und Menschen zeigen werden" so der Wortlaut der Einladungsmail. Um 15h45 ein kurzes Klingeln an der Wohnungstür. Sylvia (meine Freundin und Deko-Ässin (?)) steht aufgestylt vor mir und nötigt mich freundlich, mich angemessener zu kleiden - es gibt einen Dresscode (wie ich später erfahre, wäre es ins Casino gegangen - hat sich aber dann doch anders entwickelt) Also raus aus meiner beigen Cargohose und rein in die schwarze Kirchenchorhose. Es geht mit dem Bus zum Freisinger Bahnhof. Wir warten auf Alex. Mit 10 Minuten Verspätung kommt Alex und fährt nonstop zum Münchner Hauptbahnhof. Wir haben gottseidank Sitzplätze. Ähm: Alex steht für Alpenexpress. Der Rest der coolen Gang steht am Haupteingang vom Hbf und erwartet mich schon freudestrahlend. Ich werde nur kurz unterrichtet, dass ich ab sofort Dienstmädls statt Freundinnen habe und dass wir uns beeilen müssen, einen Zug zu erwischen. Meine erste Aufgabe: Ergattere ein Abteil für uns alleine (wir sind 9 Mädels!) Das gelingt mir nicht so richtig, aber hinterm Schaffner sind 12 Sitzplätze 1. Klasse. EIN Platz ist mit einem alten Männlein belegt. Ich frage ihn höflich, ob wir uns zu ihm gesellen dürfen. Er lässt uns gewähren und kriegt dafür einen Schluck aus der 1. Pulle Prosecco. Ich stoße natürlich mit ihm an und er wünscht mir alles Gute für die Ehe. Ich werde eingekleidet: ein weißes Langarm-Shirt mit einem pfiffigen Aufdruck der mich durchblicken lässt, dass mein JGA an den "Münchner im Himmel" angelehnt ist. Ein roter Haarreif mit Schleier und kleinem Puppenbrautkleid obendrauf lässt entfernt erkennen, dass es sich bei mir wohl um die Braut handelt...
    Wir fahren noch nicht lange, da kommen auch schon die ersten männlichen Passagiere in bayrischer Tracht - kaum wird irgendwo Alkohol ausgeschenkt, kommen sie aus ihren Löchern. Nebenbei erfahre ich auch, wohin die Reise geht: Ins Bräustüberl am Tegernsee! Matthias, einer von der Lederhos'n-Fraktion verspricht uns Mädels Freibier. Das wird natürlich angenommen. Meine nächste Aufgabe: Trage laut und deutlich die Geschichte des Alois Hingerl vor (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_M%C3%BCnchner_im_Himmel ). Als es an die Textstelle geht, in der der Engel Aloisius nach einem Schmaizler verlangt, ruft meine JGA-Agentin Vroni ganz laut: "WAS WUIST??" Ich muss es nochmal laut vorlesen und schon kommt sie mit lecker Schnupftabak an und ich werde nasal entjungfert! Nie zuvor habe ich freiwillig so einen Mist hochgerotzt! Es ist nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte. Unter großem Applaus bringe ich meinen Vortrag zu Ende.Die Zugfahrt indes dauert noch ein bissl und ich muss nun anschaffen gehen: ich darf mir 4 Dienstmädl aussuchen, die mich durch den Zug begleiten. Verkaufen darf ich 'scharfe Hüpfer', Handmassagen oder Gesangsdarbietungen (2 € für ein Lied aus einer Liste oder 5 € für freie Songwahl) Ich darf gefühlte 117 Mal Que Sera, Ti Amo von Howie Carpendale und New York, New York singen. Währenddessen verkauft eins meiner Dienstmädl diverse Kleinigkeiten (LED-Quietscheentchen, Prinzessinnenstempel, Spongebobstifte, Topfschwämme, Kaugummi, Kondome, Hundehalsbänder)
    Am Tegernsee angekommen wartet ein Großraumtaxi auf uns - dank der klugen organisatorisch einmaligen Fädenzieherin Vroni. Leider sind wir ein bissl zu früh am Bräustüberl und warten draußen bis wir unseren Tisch besetzen können. Aber unter den Heizstrahlern vor der Tür werde ich auch viel Zeugs los und bekomme meine ersten Unterschriften und Busserl. Unser Tisch ist frei und wir genehmigen uns erstmal ein paar Bierchen (die umsonst natürlich noch besser schmecken!) und ein bisschen feste Nahrung. Ich ergebe mich in mein Schicksal und gehe in diesem irre lauten Gastraum von Tisch zu Tisch und singe was sich die Leute aus meiner Liste aussuchen. Zwei meiner Mädels sind dabei: die eine um meine Geldbox zu halten und die Münzen und Scheine einzukassieren, die andere um Fotos zu machen, wie ich mich vor den Leuten hinknie und ihnen ins Ohr säusle. Amerikanische Gäste bekommen von mir New York, New York zu hören, italienischen Touristen kann ich Ti Amo verkaufen, mir fallen sogar unter großem Alkoholeinfluß noch ein paar italienische Brocken ein. Ich singe einem von ihnen tanti auguri weil er wohl Geburtstag hat, wünsche ihnen noch buon divertimento und verpisse mich dann. Mir doch egal, was die einen Eindruck von den Deutschen resp. den Bayern haben! Der nächste anstrengende Stop: ein Tisch voller Niederländer! Wieder Ti Amo! Und zwei Williamsbirnen hinter die Binde kippen! Einer lässt mich freundlicherweise einen Schluck von seiner Limo trinken, zum neutralisieren. Er kriegt dafür ein Bussi. Ein anderer gibt mir 20 Euro damit ich NICHT singe... das ist leicht verdientes Geld! Ich habe die Hälfte des Gastraumes geschafft und dann BIN ich geschafft, ich will mich nur noch hinsetzen. Aber meine Mädels bestätigen mir, dass ich mich tapfer schlage und echt gut bin. Ich bekomme drei rote Stoffrosen von drei verschiedenen Männern mit ganz lieben und herzlichen Glückwünschen - ich muss fast heulen. Es wird am Tisch richtig lustig, aber um halb 11 geht der letzte Zug Richtung München. Also trenne ich mich sehr schweren Herzens von Alex, Matthias, Moritz und Tom, den Jungs der Lederhosn-Fraktion, die an unserem Nachbartisch sitzen. Vier ganz ganz feine Jungs sind das!!! (ein dickes Bussi an Euch!). Auf der Fahrt zurück gehe ich nochmal durch den Zug, aber es sind nicht mehr allzu viele und allzu wache Passagiere da. Drei jungen Leuten darf ich dann noch einen kleinen Vortrag halten, welche Tätigkeit ich "auf dem Rücken, auf dem Bauch, bei Regen und bei Sonnenschein" und ich weiß nicht wie noch machen kann... naja das SCHWIMMEN ist gemeint. Zurück in meiner Geburtsstadt geht es zur Giselastraße, denn ich möchte gerne in die Alte Galerie, einer kleinen Kellerdisco. Zuvor schaue ich in meinem Lieblingspub dem "Irish Folk Pub" vorbei und versuche meine drei Stoffrosen an die fünf Jungs an der Bar zu verkaufen. Der Wirt ist dann großzügig und nimmt mir alle drei Rosen für 6 € ab. Meine Mädels kommen nun auch ins Pub und wir entschließen uns, den Abend hier in Ruhe bei Guinness, Kilkenny und alkoholfreien Cocktails ausklingen zu lassen. Ich frage Ede, den Wirt, ob es okay wäre, wenn ich den Jungs mein Lieblingslied (mein Kircheneinzugslied) vortrage. Ich hab zwar inzwischen eine mehr als kratzige Stimme und keine Ahnung ob ich die Töne treffe aber ich versuche es zumindest. Ich stimme das Lied an und schließe dabei die Augen. Es ist ganz still und als ich aufhöre zu singen und die Augen öffne sehe ich die Jungs wie sie andächtig lauschen und ihre Gedanken auf die Reise schicken. Leider sehe ich den Wirt und seinen Helfer kichern und bin verunsichert. Also setze ich mich zu meinen Mädels an den Tisch und flüstere, dass die mich ausgelacht haben. Da sagt Vroni, dass das nicht stimmt, sie hat gesehen, wie gefesselt die Jungs waren und wie wunderschön das Lied war! Ich muss eine Träne verdrücken. Den jungen Barmann frage ich später: Was it that bad? Er darauf: Are you kidding, it was beautiful. Mein Ego ist wieder aufgebaut. Wir spielen nun Scharade. Wir wechseln uns ab mit den Darstellungen von Autopilot, Politiker, Kamel, Arsen & Spitzenhäubchen und mein absolutes Highlight: Ich erwische den Begriff 'Hitchcock'. Leider bin ich ziemlich unter Alkoholeinfluß und im Pub rede und denke ich Englisch und bin entsetzt über das Wort!! Ich verwechsle zwar 'hitch' mit 'itch' also jucken und übersetze spontan "Juckschwanz" - klar mir fällt schon ein, wie ich sowas darstellen kann, aber gottseidank erkenne ich rechtzeitig was bzw. WER gemeint ist. Hinterher ist das Gelächter natürlich groß. Ich hebe den Zettel mit dem verfänglichen Regisseurennamen natürlich auf. Nebenbei bemerkt ist Hitch sogar noch schlimmer, denn es heißt unter anderm 'der Stoß/der Ruck'... Irgendwann läutet die Glocke "Last Orders". Wir lassen noch mal die lustigsten Sachen revuepassieren und freuen uns, dass wir alle soviel Spaß hatten. Gegen zwei verabschieden wir uns alle mit Drückern und Busserln. Sylvia und ich nehmen die U- und S-Bahn nach Freising. Um halb 4 holt uns mein Schatz vom P+R ab. Bereits in der Horizontalen plappere ich noch munter vor mich hin und erzähle ihm ein paar Dinge. Irgendwann schlafe ich ein und wache um 10h15 mit Kopfweh auf - ich hab vergessen vor dem Schlafengehen ein Aspirin oder zwei zu nehmen. Tja! Gut dass heute ein wunderschöner Sonntag ist!

    Meine Trophäe:
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    Der Schmaizler auf dem Heimweg:
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    Und meine JGA-Agentin (Dienstmädl Nr. 173) Vroni und ich:
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    Zum guten Schluß noch die gesammelten Erkenntnisse, die mir hoffentlich in meiner Ehe auch weiterhelfen:
    Habe Geduld. (gelernt, als wir auf Alex warten)
    Sei demütig und lerne dein Schicksal anzunehmen. (Tiara bzw. Haarreif mit Schleier tragen)
    Frage nicht.
    Sei tolerant. (Männer können ganz fies nach Fisch und Zwiebeln riechen)
    Betrunkene Typen sind suspekt. (ein geiles Wort aus meinem Handyrechtschreibungsvorschlag: "rüsselt" für suspekt!)
    Überwinde Deine Grenzen, hab keine Berührungsängste.
    Alkohol ist böse.
    A Schmaizler ist gut gegen zue Nase.
    Man kann auch ohne Spaß Alkohol haben.
    Schwangere sind besoffener als Betrunkene.
    Wenn man angetüdelt ist, sind alle anderen immer noch peinlicher als man selbst.

    Mein allerherzlichster Dank gilt:
    Vroni, meiner JGA-Agentin! Ich hab Dich lieb!
    Andrea, die mir in Sachen Kulitattoos auf nackter Haut sammeln um Längen voraus ist.
    Rosalba, die sich bestimmt schon auf ihren JGA freut :)
    Ewa, deren süßer Bauchinhalt sich hoffentlich rasch von dem vielen Lachen erholt!
    Sylvie, die eine spitzenmäßige Verkaufsassistentin war!
    Wilma, meine Trauzeugin die mir den 'juckschwanz' untergejubelt hat!
    Bianca, die immer wieder "darauf a Schlückle tringa" wollte
    Sylvia, die mich entführt und wieder heimgebracht hat und mir treu zur Seite stand
    und den feinen Jungs, die es ehrlich mit mir gemeint haben und keine Schweinereien auf mein T-Shirt geschmiert haben!

    Veilchen grüßt - jetzt kann die Hochzeit ja kommen!!!

  • New York!

    Im September 2007 - vor fast genau einem Jahr sind wir mit unserem Spielmannszug zur 50. Steubenparade nach New York geflogen. Mit Sack und Pack, immerhin 60 Leute samt Instrumenten! Eine logistische Meisterleistung unserer Orga-Teams. Wir haben sie auch gebührend gefeiert dafür. Oberschleißheims Bürgermeisterin und ihr Mann haben uns auf eigene Rechnung begleitet.

    Wie aufregend das alles war. Kaum einer von uns war vorher in den Staaten geschweige denn in New York! Gründliche Vorbereitungen beugten jeglichen Risiken vor, irgendwie an der Einreise gehindert zu werden.

    In diesem riesigen pulsierenden Stadtviertel Manhattan angekommen sind wir erst mal in unser Quartier eingezogen - dem Regency Hotel an der Penn Plaza (Penn Station)7th Ave / W34th Street
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    Drinnen sah es nicht wirklich so aus wie es die Preise lt. Preisliste auf den Zimmern hätte sein dürfen.
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    Wie ich vor kurzem ergoogelt habe, gibt es das Hotel gar nicht mehr...
    Die Lage war phänomenal: Einmal über die nächste Kreuzung: MACY'S. Ein paar Fußminuten weiter dann: das Empire State Building, das wir am ersten Abend natürlich auch sofort eroberten:
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    Eingangsbereich
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    Ausblick über das nächtliche Manhattan
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    Als wir abends auf der Aussichtsplattform des ESB standen schlichen unsere lieben Kollegen um meinen Schatz und mich herum wie die Haie im Blutrausch. Wie wir hinterher durch zuverlässige Quellen erfuhren, liefen Wetten, dass ER dort oben um meine Hand anhält. Es war zwar wirklich romantisch (wenn man das bei dem Herumgewusel der Touristen und Kollegen noch sagen kann) und die Aussicht war überwältigend aber da wir am Nachmittag 14 km zu Fuß durch die Stadt gelaufen sind waren meine Füße gefühlte Betonklötze und mein Rücken total kaputt. Wir waren beide hundemüde und wollten eigentlich nur noch ins Bett! Selbst wenn er mich gefragt hätte, es wäre beileibe nicht so romantisch geworden...
    Am nächsten Tag stand die Teilnahme an der Steubenparade an. Es war gar nicht so spektakulär wie wir uns das vorgestellt hatten. Es waren leider aufgrund des nieseligen Morgens gar nicht viele Zuschauer am Straßenrand. Da stehen zum Wies'n Einzug am 1. Wies'n-Wochenende viiiel mehr Leute in dem kleinen Kaff München! Aber das war uns wurscht. Alleine die Tatsache: WIR - mitten in New York City, die 5th Avenue am Central Park entlang - als Teil der historischen Steubenparade - WOW!!!! Wir haben den Auftritt souverän gemeistert. Nachher ging es zur German-American Friendship Party in den Central Park. Dort gab es Oktoubörfest-Beer. Mein Süßer, ich und zwei andere Spieler haben uns gleich mal einen Pitcher davon genehmigt und ich - durstig wie ich war - hab natürlich fleißig angezogen. Huiiii beim Standkonzert war ich so gut wie schon lange nicht mehr und hab in einer Tour gelacht. Auf dem Rückweg zum Bus hab ich mich mit den zwei Oberschleißheimer Bürgermeisterinnen unterhalten. Die haben mich dann an der Hand genommen und lachend gefragt, ob ich leicht rauschig bin... 'gaaaansch glein bischchen' war meine Antwort. (Auf dem Rückflug war es dann doch wieder nur EINE Bürgermeisterin!)
    Bis zu unserem Abflug 2 Tage später hatten wir jede Menge Freizeit. Wir haben natürlich eine Stadtrundfahrt gemacht und waren im Schnelldurchlauf an allen wichtigen Plätzen. Ein paar von uns (wir hatten ein lustiges Grüppchen gebildet) haben sich einen Helikopterflug gegönnt. Das war echt wahnsinnig toll!!
    Mein Holder und ich waren ständig von anderen Spielern umgeben und nie ergab sich eine ruhige Minute, in der wir beide mal alleine waren. Am Abend vor unserem Abreisetag entschlossen wir uns zu zehnt in einem Steakhouse mal so richtig den Ranzen vollzuhauen. Haben für 160 $ der Völlerei gefrönt und sind danach Richtung Hotel gekugelt. Schatz meinte dann, wir gehen jetzt noch mal zum Times Square, dort wären wir noch nie in der Nacht gewesen. Ich war aber sooo müde und sooo voll *örks* Aber er drängte und ließ nicht locker also bin ich dann mit ihm noch ne Runde spazieren gegangen. Im M&M Store haben wir uns noch die Augen aus dem Kopf gekuckt und ein paar Kleinigkeiten eingekauft. Auf dem Rückweg zum Hotel zieht er mich beim Überqueren der Straße auf der Verkehrsinsel zur Seite und meint erleichtert "Endlich sind wir zwei mal allein" - zieht meinen schon schmerzlich vermissten Fossil-Ring aus der Hosentasche und sagt "Jetzt kann ich Dich endlich fragen, ob Du meine Frau werden willst". Klar, dass ich JA gesagt habe. Wie aufregend das war! Es war echt niemand in unsrer Nähe, auf der Verkehrsinsel waren nur wir beide. Mit einer Radl-Rikscha gings zurück zum Hotel und wir sagten zu niemandem ein Sterbenswörtchen... *ätschbätsch*
    Die restlichen Stunden vor dem Rückflug wurden noch emsig zum Shoppen genutzt.
    Wir teilten uns genau wie beim Hinflug in zwei Gruppen auf. Der Großteil flog mit den Instrumenten direkt nach München. Die kleinere Gruppe - zu der wir gehörten und bei der vier Kinder dabei waren - flog über Frankfurt. Wir hatten beim Check-In im JFK Airport ein lustiges Erlebnis. Wir warteten auf den Boarding Aufruf und langweilten uns ein bisschen. Dann kam das erlösende "Bling" und sofort bildete sich eine endlos lange Schlange, deren Ende genau neben unserem Tisch aufhörte, um den wir uns versammelt hatten. Kein Grund zur Eile, wir hatten ja unsere Tickets. Niemand würde auf unserem Platz sitzen, wieso also panisch ins Flugzeug drängen? Also ließen wir die Leute stehen und wollten warten, bis alle im Flugzeug waren, dann würden wir in aller Seelenruhe unsere eigenen Plätze suchen :)
    Da kam auf einmal ein kleiner quadratischer Herr vom Flugpersonal schnurstracks auf uns zu. Er fragte "Are you family?" - wir sagten natürlich JA - da meint er "Please come with me. Families are preferred in getting their seats"
    Wir haben uns vor Schadenfreude nicht mehr eingekriegt als wir an den dummen Gesichtern der eifrigen Schlange-Stehern vorbeigehuscht sind... DAS fanden wir richtig cool!
    Zu Hause angekommen war von Jetlag nicht die geringste Spur. Wir kamen mittags heim und haben bis abends um 21h00 einiges erledigt - nur nicht hinlegen! Wir sind also normal ins Bett gegangen und am nächsten Tag völlig problemlos in den Alltag übergegangen. Es war ein wirklich tolles Erlebnis und wir wollen ganz bald wieder mal hin - dann aber ohne die ganzen Spielerkollegen :)

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